Qualität
Hier möchten wir Sie über unser genutztes Material informieren und Ihnen nahebringen, inwiefern die Qualität der Rohmaterialien das Endergebnis beeinflusst. Wir setzen ausschließlich auf hochwertige Erzeugnisse, um Ihnen maximale Qualität zu liefern.
Das wichtigste in Kürze
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Gewebe
Das Gewebe ist elementar für das spätere wirken der Carbonteile.
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Harz
Temperaturbeständig, Epoxid- oder Polyester?
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Vorbereitung
Jeder Untergrund hat seine Herausforderungen.
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Carbongewebe gibt es in verschiedenen Qualitäten. Entscheidend ist: Ein guter Faden als Basis für das Gewebe und eine dichte homogene Verwebung.
Faden:
Vor der Verwebung können die Fäden leicht gespreizt werden, um ein homogeneres Wirken zu erzielen. Wenn jeder Faden an jeder Stelle gleich breit ist, macht das optisch einen Unterschied – mechanisch ist das nahezu irrelevant. Zumal die Mechanische Belastbarkeit bei der Beschichtung keine Rolle spielt. Weiterhin haben die Fäden verschiedene Qualitäten, wir nutzen Gewebe mit Toray Fäden, genau wie OEMs.
Webung:
Eine dichte Webung sorgt dafür, dass das Gewebe keine Lücken an den Kreuzungspunkten hat und überall gleich aussieht. Während bei günstigen Geweben oftmals Unregelmäßigkeiten vorhanden sind, überzeugen hochwertige Gewebe mit homogener und sehr dichter Webung, ohne Löchern an den Kreuzungspunkten.
Fazit:
Standardgewebe wird nicht gespreizt und nur „relativ“ dicht verwebt, da das zusätzliche Spreizen der günstigen Fasern mit Kosten verbunden ist. Dadurch entstehen Schattierungen und unhomogene Stellen wie unten in den Bildern zu sehen. Diese Unregelmäßigkeiten resultieren aus marginalen Unebenheiten an der Oberfläche, denn Carbon reagiert extrem auf Sonneneinstrahlung, sodass gerade Nachts solche Unterschiede sichtbar werden.
Premiumgewebe hingegen wird aus hochwertigen, leicht gespreizten Fäden hergestellt die sehr dicht verwoben werden. So wird eine homogene Reaktion auf Sonneneinstrahlung realisiert und das Gewebe wirkt im Allgemeinen deutlich hochwertiger. Wir nutzen entsprechend das teurere Premiumgewebe, denn für uns steht die Qualität Ihrer Teile über allem.
Achten Sie in den Bildern auf die Abstände zwischen den Fäden und die Schattierungen bei den Blitzlichtbildern. Zudem die Lichtreaktion in sich, die beim Premiumgewebe die Struktur besser zur Geltung bringt, während das günstige Gewebe in sich verschwimmt.
Premiumgewebe
Standardgewebe
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Grundsätzlich wird zwischen Epoxid- und Polyesterharzen unterschieden. Epoxidharze sind mechanisch belastbarer, weisen jedoch auch einen höheren Preis auf. Wir nutzen ein hochwertiges und temperaturbeständiges Epoxidharz für die ersten Schichten um ein langfristig konstantes Ergebnis zu realisieren. Dieses Harz hat einen leichten Blaustich, der unseren Teilen in Kombination mit dem Premiumgewebe ein kühles Aussehen gibt, und ein Vergilben (zusätzlich zum Klarlack) verhindert. Anschließend erzeugen wir eine vollständige Deckung mit einem Epoxid-Gelcoatharz, das so auch für Vollcarbonteile bei der äußersten Schicht genutzt wird.
Wichtig ist hier die Temperierung („das Tempern“) der Bauteile. Unsere Teile verbringen im letzten unserer drei Temperdurchgänge bis zu 20 Stunden bei hohen Temperaturen im Ofen, sodass das Epoxidharz vollständig vernetzen und härten kann. Nur so kann ein langfristig haltbares Ergebnis erzielt werden, das auch den hohen Temperaturen im Sommer stand hält.
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Die Vorbereitung des Untergrunds und das Anpassen an den Werkstoff ist für die Haltbarkeit enorm wichtig. Jeder hat schon von sich lösenden Carbonteilen gehört, woran liegt das? Das liegt daran, dass insbesondere Kunststoffe sehr schlecht mit Harz zu kleben sind da die Oberfläche nicht angelöst wird. Aber auch Aluminium wird durch Harz nicht angelöst, und eine Verbindung mit Harz ist mechanisch nicht flexibel, sodass es im Sommer bei unterschiedlicher Ausdehnung des Aluminiumteils und der Carbonbeschichtung zum Ablösen durch Scherkräfte kommen kann. Weiterhin: Wer mit Harz klebt, riskiert Harzansammlungen und Pinselstriche auf der Oberfläche, was wiederum in Schattierungen resultiert (Siehe Kapitel 1: Unebenheiten im Gewebe zeigen sich später in der Sonnenreaktion, auch wenn die Oberfläche 100% Glatt ist).
Kunststoffe:
Für Kunststoffe nutzen wir einen hochwertigen 2K-Industriekleber, der auch für die Verklebung bei OEMs genutzt wird. Dieser Kleber funktioniert auf nahezu allen Untergründen, mit Ausnahme von PE und PP. PE/PP erfordern weitere Vorarbeit, da diese als niederenergetische Kunststoffe sehr schwer zu kleben sind. Für solche Teile wird ein zusätzlicher Haftpromoter verwendet.
Metalle – nahezu immer Aluminium:
Auf Aluminium könnte man den Kleber auch direkt nutzen, jedoch erzeugt man dann nur eine mechanische Haftung. Daher nutzen wir auf Aluminiumteilen nach dem Schliff einen Primer, der eine chemische Verbindung zum Aluminium herstellt. Erst darauf, folgt dann der oben genannte Industriekleber.
Allgemein stellen wir durch unsere Vorbereitung und das nutzen von Industriekleber sicher, dass:
– jeder Untergrund optimal verbunden wird
– die Oberfläche auf die das Gewebe aufgebracht wird immer glatt und somit das Gewebe schattenfrei ist
– die Verbindung flexibel ist, und so Scherkräfte verhindert, bzw. temporär aufgenommen werden.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Seite näher bringen konnten, wie wichtig Qualität für uns ist. Wir setzen bewusst auf hochwertige, und damit zwangsläufig auch teurere Materialien. Denn nur so, werden wir unserem eigenen Anspruch gerecht.
Sollten Sie weitere Fragen zu unserem Prozess haben, zögern Sie nicht uns eine Nachricht zu senden oder besuchen Sie unseren Artikel: Was ist Carbon?